
18.03.26
|Lesezeit:
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Self-Order-Terminal Gastronomie: Vorteile, Funktionen und Einsatz
Wann sich ein Self-Order-Terminal für Restaurants, Bars und Cafés in der Schweiz lohnt
Noch vor wenigen Jahren war die Bestellaufnahme in Restaurants, Bars und Cafés klar organisiert: Gäste bestellen an der Theke oder werden am Tisch bedient, die Bestellung wird aufgenommen und an die Küche weitergegeben. In manchen Betrieben wird die Bestellung vom Service sogar noch persönlich in der Küche übermittelt.
Dieser Ablauf ist vertraut und hat lange gut funktioniert.
Heute haben sich die Rahmenbedingungen jedoch deutlich verändert. Gäste sind digitale Abläufe gewohnt, erwarten transparente Informationen zu Speisen und Getränken und möchten Wartezeiten möglichst gering halten.
Gleichzeitig stehen Gastronom:innen vor neuen Herausforderungen:
- qualifiziertes Personal ist schwerer zu finden
- Stosszeiten werden intensiver
- wirtschaftlicher Druck steigt
Damit verändert sich auch der Bestellprozess.Was früher ausgereicht hat, kann heute zum Engpass werden und damit Umsatz kosten.
Genau hier setzt ein Self-Order-Terminal (SOT) an.
Was ist ein Self-Order-Terminal?
Ein Self-Order-Terminal (SOT) ist ein stationäres digitales Bestellsystem in der Gastronomie. Gäste bestellen Speisen und Getränke selbstständig über einen Touchscreen.
Die Bestellung wird direkt an das Kassensystem und an die Küche übermittelt.
Ein Self-Order-Terminal erweitert den klassischen Bestellprozess um einen zusätzlichen Bestellkanal. Dadurch können mehrere Bestellungen gleichzeitig aufgenommen werden, ohne dass zusätzliches Personal benötigt wird.
Self-Order-Terminals werden häufig eingesetzt in:
- Restaurants
- Cafés
- Bars
- Take-Away-Betrieben
- Quick-Service-Konzepten
- Stadien
Wie funktioniert ein Self-Order-Terminal im Restaurant?
Ein Self-Order-Terminal wird meist im Eingangsbereich oder im Thekenbereich installiert und direkt mit dem Kassensystem verbunden. Je nach Betrieb kann es jedoch auch unabhängig eingesetzt werden und funktioniert dann als eigenständiger Bestell- und Bezahlpunkt.
Der Bestellprozess ist klar strukturiert:
- Gäste wählen Produkte am Bildschirm aus
- Zusatzoptionen und Ernährungspräferenzen werden angezeigt
- Nicht verfügbare Artikel werden automatisch als Sold-Out markiert
- Die Bestellung wird bestätigt und bezahlt
- Die Bestellung wird automatisch an Küche und Kassensystem übermittelt
- Ein Order-Ready-Screen informiert über die Abholbereitschaft
Der Prozess bleibt für Gäste vertraut, wird jedoch parallelisiert. Statt einer Bestellung nach der anderen können mehrere Bestellungen gleichzeitig aufgenommen werden.
KI im Self-Order-Terminal
Moderne Self-Order-Terminals gehen noch einen Schritt weiter.
Teilweise ist bereits künstliche Intelligenz integriert. Kamera-basierte Self-Checkout-Systeme erkennen Produkte automatisch und erfassen diese direkt im Terminal.
Der Kunde bzw. Gast stellt die Produkte auf die Ablage, das System erkennt sie automatisch und fügt sie der Bestellung hinzu. Anschliessend muss nur noch bezahlt werden.
Diese Technologie reduziert den Aufwand im Bestellprozess zusätzlich.
Vorteile eines Self-Order-Terminals für Gastronom:innen
Mehr Kapazität in Stosszeiten
Ein Self-Order-Terminal erhöht die Anzahl möglicher Bestellungen pro Stunde. Besonders bei hoher Frequenz können Wartezeiten reduziert und zusätzliche Umsätze generiert werden.
Höherer Durchschnittsbon
Digitale Bestelloberflächen ermöglichen strukturiertes Upselling. Getränke, Beilagen oder Desserts können gezielt vorgeschlagen werden. Das steigert häufig den durchschnittlichen Bestellwert.
Entlastung des Servicepersonals
Das Team wird von der reinen Bestellaufnahme entlastet. Mitarbeitende können sich stärker auf Qualität, Ausgabe und Gästebetreuung konzentrieren.
Weniger Bestellfehler
Da Gäste ihre Bestellung selbst bestätigen, sinkt das Risiko von Missverständnissen. Die Übertragung ins Kassensystem erfolgt automatisiert und standardisiert.
Transparenz für Gäste
Verfügbarkeiten, Zusatzoptionen und Statusanzeigen sorgen für Klarheit im Bestellprozess und reduzieren Rückfragen.
Zentrale Übersicht durch Monitoring
Moderne Self-Order-Terminals bieten ein Monitoring-System, das alle Bestellungen und Terminals zentral sichtbar macht. Das schafft Transparenz und Kontrolle und erleichtert bei hohem Gästeaufkommen die Steuerung des Bestellprozesses.
Für welche Gastronomiebetriebe lohnt sich ein Self-Order-Terminal?
Ein Self-Order-Terminal lohnt sich besonders für Betriebe mit hoher Gästefrequenz oder klaren Stosszeiten.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Quick-Service-Restaurants
- Take-Away-Konzepte
- Cafés mit starkem Mittagsgeschäft
- Bars mit klaren Frequenzspitzen
- Standorte mit internationalem Publikum
- Stadien mit hohem Besucheraufkommen
Grundsätzlich lohnt sich ein SOT überall dort, wo die Bestellaufnahme regelmässig zum Engpass wird.
Welche Arten von Self-Order-Terminals gibt es?
Self-Order-Terminals können je nach Gastronomiekonzept unterschiedlich eingesetzt werden. In der Praxis haben sich mehrere Varianten etabliert.
Freistehende Self-Order-Terminals
Freistehende Terminals stehen im Eingangsbereich oder im Gastraum und sind für Gäste direkt zugänglich.
Sie ermöglichen die Bestellung, bevor Gäste zur Theke gehen oder ihre Bestellung abholen. Diese Variante eignet sich besonders für Restaurants mit hoher Gästeanzahl oder starkem Take-Away-Geschäft.
Da mehrere Gäste gleichzeitig bestellen können, lassen sich Warteschlangen an der Kasse deutlich reduzieren.
Self-Order-Terminals am Tisch
Bei dieser Variante befindet sich das Self-Order-Terminal auf dem Tisch, das heisst ohne zusätzlichen Fuss. Auch hier können Gäste Speisen und Getränke selbst bestellen.
Das eignet sich besonders für:
- Cafés (mit engen Eingängen)
- Bars
- Restaurants mit vielen Nachbestellungen
- Betriebe mit hohem Getränkeumsatz
Bestellungen werden direkt an das Kassensystem und an die Küche übermittelt. Dadurch wird der Service entlastet und Gäste können schneller bestellen.
KI-basierte Self-Checkout-Terminals
Moderne Self-Order-Terminals können mit künstlicher Intelligenz arbeiten.
Eine kamera-basierte Self-Checkout-Kasse erkennt Produkte automatisch und erfasst diese direkt im Terminal. Der Kunde bzw. Gast stellt die Produkte auf die Ablage, das System erkennt sie selbstständig und fügt sie der Bestellung hinzu.
Der Gast muss anschliessend nur noch bezahlen.
Diese Technologie eignet sich besonders für:
- Take-Away-Konzepte
- Cafeterien
- Kantinen
- Self-Service-Restaurants
Der Bestellprozess wird dadurch noch schneller und einfacher.
Self-Order-Terminals mit Premium Barcode Scanner
Eine weitere Variante arbeitet mit einem integrierten Barcode Scanner.
Gäste scannen ihre Produkte selbst und bezahlen anschliessend direkt am Terminal.
Scanner sind besonders benutzerfreundlich und für Gäste einfach zu bedienen. Dadurch gelingt der Kassierprozess schnell und ohne Risiko.
Diese Lösung eignet sich besonders für Betriebe mit verpackten Produkten oder klar strukturierten Self-Service-Angeboten.
Welche Funktionen ein modernes Self-Order-Terminal haben sollte
Damit ein Self-Order-Terminal echten Mehrwert bringt, sollten bestimmte Funktionen vorhanden sein.
Wichtige Kriterien sind:
- intuitive Benutzeroberfläche
- klare Menüstruktur
- automatische Sold-Out-Anzeige
- transparente Zusatzoptionen
- direkte Integration ins Kassensystem
- automatische Küchenanbindung
- Order-Ready-Anzeige für Gäste
- Monitoring aller Terminals und Bestellungen
Nur wenn diese Elemente zusammenspielen, entsteht ein effizienter digitaler Bestellprozess.
Im Video zum vend.AI Essence Self-Order-Terminal ist dieser Ablauf konkret zu sehen: Die Menüführung am Bildschirm, die Auswahl von Getränken und Süssem, klar erkennbare Ernährungspräferenzen wie Laktose sowie automatisch gekennzeichnete Sold-Out-Artikel und neu hinzugefügte Produkte.
⬇️ Jetzt ansehen ⬇️
Fazit: Wann sich ein Self-Order-Terminal wirklich lohnt
Ein Self-Order-Terminal ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein zusätzlicher Bestellkanal in der Gastronomie.
Es kann:
- den Bestellprozess beschleunigen
- Stosszeiten besser bewältigen
- den Durchschnittsbon erhöhen
- das Servicepersonal entlasten
Nicht jeder Betrieb benötigt sofort ein Self-Order-Terminal.
Dort jedoch, wo hohe Frequenz, Personalmangel und Effizienzdruck zusammenkommen, kann ein SOT ein entscheidender Hebel für mehr Umsatz und stabilere Abläufe sein.
Vendomat bietet integrierte Self-Order-Terminal-Lösungen, die direkt mit dem Kassensystem verbunden sind und sich nahtlos in bestehende Gastronomieprozesse einfügen.